08.02.2022

Staffelstabübergabe in der Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie am Standort Grimma

Seit Januar ist in den Muldentalkliniken am Standort Grimma ein neuer Chefarzt in der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin tätig.

Porträtbild des Chefarztes der Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie am Standort Grimma

Seit Januar 2022 leitet Mohamed Hasaballah das Team der Anästhesie und Intensivtherapie und übernimmt damit die Nachfolge von Dr. med. Uwe Krause. Der neue Chefarzt stammt gebürtig aus Ägypten und wuchs multisprachig auf. In der Schule lernte er bereits als Kind Englisch und Deutsch als Fremdsprachen und war immer von Deutschland fasziniert. Nach abgeschlossenem Medizinstudium in 2005 und zweijähriger Tätigkeit in der Allgemeinmedizin entschied er sich, nach Deutschland einzuwandern und trat 2011 in Emden eine Stelle als Assistenzarzt an. Die Facharztweiterbildung setzte er in Bremen fort. Zeitgleich absolvierte er die Weiterbildung zum Notfallmediziner. Im Anschluss sammelte Mohamed Hasaballah in Bremen noch weitere Facharztpraxis in der Anästhesiologie und Intensivtherapie bis er dann 2019 am Heidekreis-Klinikum in Soltau als Oberarzt und Leiter der Intensivstation tätig wurde. Doch nach drei Jahren war Hasaballah auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Bundesweit hatte er seine Fühler ausgestreckt und auch verschiedene Angebote für eine Chefarztstelle erhalten. Letztlich entschied er sich aber für die Tätigkeit in den Muldentalkliniken am Standort Grimma. „Ich hatte sofort ein gutes Gefühl und war begeistert von dem hochqualifizierten Team und den guten Voraussetzungen allgemein. Besonders imponiert hatte es mir, eine Stelle zu übernehmen, die aufgrund eines Ruhestandes und nicht wegen Personalfluktuation vakant wurde“, so der Chefarzt weiter. Besonders bewundernswert findet Hasaballah, dass sein Vorgänger eine Abteilung von Null aufgebaut hat und eine überaus qualifizierte Station hinterlässt. „Das sind Voraussetzungen, die man nicht überall findet und auch die überschaubare Größe der Muldentalkliniken hat mich überzeugt“, erklärt Mohamed Hasaballah. Für seine finale Entscheidungsfindung machte der neue Chefarzt sogar eine Woche mit seiner Familie Urlaub in der sächsischen Region. So konnte letztlich auch das Muldental überzeugen. „Wir heißen Herrn Hasaballah in den Muldentalkliniken herzlich willkommen, wünschen einen erfolgreichen Start in diesen schwierigen Zeiten und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit“, so Mike Schuffenhauer, Geschäftsführer der Muldentalkliniken. Aktuell pendelt Hasaballah für die Wochenenden, um seine Frau und seine Kinder zu sehen. Zudem ist er an den Wochenenden ehrenamtlich als Leitender Notarzt im Heidekreis tätig. Perspektivisch soll der Lebensmittelpunkt aber für die gesamte Familie nach Sachsen verlegt werden. 

Medizinische Weiterentwicklung und Nachwuchsförderung

Chefarzt Hasaballah verfolgt in der neuen Position Weiterentwicklungen seiner Abteilung. Im Fokus steht vor allem das weniger invasive arbeiten mittels Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) im Notfall. Das bedeutet, dass bereits am Patientenbett Sonografien durchgeführt werden, um schnell eine zielgerichtete Diagnostik sicherzustellen und die Therapie besser zu planen und zu steuern. Auch soll die operative Versorgung wachsen und mittels Personalzuwachs zeitlich noch effizienter gestaltet werden. Hasaballah sieht seinen Auftrag zudem darin, medizinischen Nachwuchs auszubilden: „Es herrscht auch im Medizinsektor ein bundesweiter Mangel an ärztlichem Nachwuchs. Wir müssen viel Zeit investieren, um junge Ärzte qualitativ hochwertig auszubilden, da Medizinabsolventen kaum Berufserfahrung mitbringen“. Auch wird das Thema Integration ausländischer Ärzte in Zukunft einen stärkeren Fokus einnehmen.

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