Geburtshilfe des Krankenhauses Grimma

Liebevoll, mit Hingabe und Fachkompetenz, sehr individuell und familiär begleiten wir, ein Hebammenteam aus 10 freiberuflichen Hebammen, werdende Mütter und ihre Familie – in der Schwangerschaft, während der Geburt und in den ersten Tagen danach, im Wochenbett.

Seit dem 01.09.2018 arbeiten wir Hebammen des Kreißsaales Grimma in einem eigenständigen Unternehmen, der Muldentalklinken GmbH, Gemeinnützige Gesellschaft angeschlossen.

Wir organisieren den Kreißsaalbetrieb eigenverantwortlich als Beleghebammen, in Zusammenarbeit mit den angestellten Ärzten, Pflegepersonal und Verwaltung.

Wir freuen uns auf Sie und Ihr Baby, wünschen Ihnen eine entspannte Schwangerschaft und eine glückliche Geburt!

Pränataldiagnostik

> Ultraschalldiagnostik und Pränataldiagnostik

Vor der Geburt

Jede schwangere Frau hat Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Auch in unserer Klinik bieten wir Ihnen in der gynäkologischen Praxis des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) des Krankenhauses Grimma Vorsorgeuntersuchungen an (Kontakt über Tel.: 03437 993-420).

Gelegentlich jedoch sind stationäre Behandlungen unumgänglich.

Bei

  • Blutungen in der Frühschwangerschaft,
  • Drohender Fehlgeburt,
  • Übermäßigem Erbrechen,
  • Vorzeitiger Wehentätigkeit,
  • Hohem Blutdruck,
  • Mangelentwicklung des Kindes,
  • Nierenerkrankung der Mutter,
  • Infektionskrankheiten oder Allgemeinerkrankungen

werden die schwangeren Frauen engmaschig auf unserer gynäkologisch- geburtshilflichen Station überwacht. Dazu führen wir regelmäßig Labor-, CTG- und/ oder Ultraschallkontrollen durch. So kann sichergestellt werden, dass werdende Mutter und heranwachsendes Kind nach neusten medizinischen Erkenntnissen und ergänzend alternativ durch Hebammenkunde betreut und behandelt werden.

Die Vorstellung bei Beschwerden oder mit Einweisungsschein vom niedergelassenen Gynäkologen erfolgt direkt im Kreißsaal bei der diensthabenden Hebamme. (Kontakt über Tel.: 03437 993-250).

 

Angebote der Hebammen, Schwestern und Ärzte:

 

Zur Vorbereitung auf Ihre Geburt bieten wie Ihnen pränataldiagnostische Untersuchungen sowie Informationsgespräche an. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, an einem Geburtsvorbereitungskurs teilzunehmen, die Geschwisterschule, das Schwangerenschwimmen oder unser Akupunktur-Angebot zu nutzen.


Informationsabend „Rund um die Geburt“:

Beim Infoabend für werdende Eltern besichtigen Sie unseren Kreißsaal mit unseren zwei Geburtsräumen und die Wochenstation. Sie erhalten von uns Informationen über die ganzheitlich, familienorientierte Geburtshilfe in unserer Klinik. In diesem Rahmen haben Sie die Möglichkeit  Ihre Fragen rund um unsere geburtshilfliche Abteilung, zu Abläufen vor und unter der Geburt sowie ganz individuellen Vorstellungen zu äußern. 

Termine 2019:
An jedem ersten Montag (außer Feiertag) im Monat, 19.00 Uhr.
07.01. / 04.02. / 04.03. / 01.04. / 06.05. / 03.06. / 01.07. / 05.08. / 02.09. / 07.10. / 04.11. / 02.12.2019
Für Ihre Teilnahme benötigen Sie keine Voranmeldung.
Treffpunkt ist die Sitzgruppe in der 1. Etage des Krankenhauses Grimma.

Anmeldung zur Geburt – Geburtsplanung, Anlage der Patientenakte und Gespräch:

Ab der 36. Schwangerschaftswoche empfehlen wir Ihnen, sich bei uns im Kreißsaal vorzustellen. Das ist für Sie und für uns Gelegenheit für ein erstes persönliches Kennenlernen. In diesem Rahmen erheben wir die Anamnese, besprechen den bisherigen Verlauf der Schwangerschaft, legen Ihre Patientenakte an und dokumentieren darin alle für die Geburt relevanten Befunde. Dabei nehmen wir ganz individuell Bezug auf ihre aktuelle Situation und sie haben Gelegenheit ihre Wünsche, Fragen und Sorgen zu äußern. Hierbei ergibt sich für Sie die Möglichkeit mit dem diensthabenden Kreißsaalarzt zu sprechen und Ihre Geburt im Vorfeld zu planen. 
Bitte vereinbaren Sie Ihren Termin im Kreißsaal unter Tel.: 03437 993-250.

Geburtsvorbereitungskurs am Wochenende:

Im Geburtsvorbereitungskurs bereiten wir Sie allumfassend auf die Geburt vor. Sie erfahren das Wichtigste über die letzten Tage Ihrer Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett. Es werden Ihnen unterstützende Entspannungs-, Atem- und Massagetechniken vermittelt. Wir zeigen verschiedene Gebärpositionen, die für die Geburt erleichternd sein können und es gibt die Möglichkeit vor Ort, im Kreißsaal, es auszuprobieren. Zusätzlich erhalten Sie Tipps und Anregungen für die Zeit danach. Der Geburtsvorbereitungskurs bietet Ihnen die Möglichkeit  Fragen, Ängste, Unsicherheiten und Wünsche für Ihre Geburt zu äußern und wir haben Gelegenheit darauf einzugehen. Nicht zuletzt lernen Sie andere werdende Eltern kennen – und so manche Freundschaft aus einem solchen Kurs hat schon ganze Generationen überdauert.

Akupunktur in der Schwangerschaft, zur Geburtsvorbereitung oder Geburtserleichterung und im Wochenbett:

Das Verfahren aus der traditionellen chinesischen Medizin kann durch geschulte Hebammen bei verschiedenen Beschwerden in der Schwangerschaft und geburtsvorbereitend angewendet werden.

Zur Geburtsvorbereitung werden in den letzten vier Schwangerschaftswochen einmal in der Woche für ca. 30 Minuten bei der Hebamme durchgeführt. Durch das gezielte Setzen der Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers werden Energiebahnen stimuliert, die sich insgesamt positiv auf die Geburt auswirken.
Informationen dazu und Termine vereinbaren Sie bitte im Kreißsaal unter Tel.: 03437 993-250.

Geschwisterschule:

In der Geschwisterschule werden Geschwisterkinder auf die neue Familiensituation mit ihrem Brüderchen oder Schwesterlein vorbereitet. Dabei erklären wir die Entwicklung des ungeborenen Kindes im Bauch der Mutter und die Geschwister üben unter Anleitung den praktischen Umgang mit dem Baby – wie Halten oder Tragen, Anziehen, Baden, Wickeln. Zudem können die Kinder das Kinderzimmer und unsere Wochenbettzimmer besichtigen.

Termine 2019:
05.03. / 07.05. / 02.07. / 03.09. / 05.11.2019
Treff: am Kreißsaal
Bitte melden Sie sich über den Kreißsaal an unter Tel.: 03437 993-250.

Schwangerenschwimmen:

Um die schwangerschaftsbedingten körperlichen Veränderungen zu erleichtern, bietet unsere Physiotherapie das Schwangerenschwimmen an. Es soll Rücken- und Gelenkschmerzen lindern, beim Stressabbau helfen, aktive Entspannung bringen sowie die Kondition für die Geburt verbessern. Es verbessert die Stoffwechselaktivität und wirkt somit auch Wassereinlagerungen entgegen.

Kurstermine:
Physiotherapie des Krankenhauses Grimma, Erdgeschoss
Dienstag, 11.00 Uhr und 11.30 Uhr sowie nach Vereinbarung
Kosten: 8,50 Euro pro Teilnahme
Bitte melden Sie sich über die Physiotherapie an unter Tel.: 03437 993-450

Klinikgepäck

Folgende Dinge gehören unbedingt in Ihre Kliniktasche:

Dokumente:

Dinge des persönlichen Bedarfs:

  • bequemes Oberteil für die Geburt
  • Nachtwäsche
  • Bequeme Freizeitkleidung
  • Morgenmantel
  • Hausschuhe und warme Socken
  • duftneutrale Waschutensilien (Hygieneartikel, Handtücher etc.)

Für die Heimfahrt mit Ihrem Baby:

  • Ausfahrgarnitur, Strampler, Shirt, Body, Jäckchen, Mütze, Socken oder Schuhchen und eventuell Handschuhe
  • Windeln, kleine Decke
  • Babyschale für PKW

Während der Geburt

In unserem Haus erblicken pro Jahr rund 200 Kinder in zwei modernen, freundlich und hell ausgestatteten Kreißsälen das Licht der Welt. Ab der 36/5 Schwangerschaftswoche können Sie bei uns im Haus Ihr Kind zur Welt bringen. Risikoschwangerschaften verweisen wir an unseren „Nachbarkreißsaal“ Wurzen mit angeschlossener Neugeborenen/Kinderstation.

Wir wollen, dass die Geburt Ihres Kindes für Sie ein rundum positives Erlebnis wird. Dazu vereinen wir Hebammen in Grimma das „Beste aus zwei Welten“- sanfte, familienorientierte Geburtsbegleitung gepaart mit medizinischen Möglichkeiten zur Überwachung und Geburtshilfe. Wir arbeiten Hand in Hand mit unseren Geburtshelfern und Anästhesisten im 1:1 Betreuungsverhältnis, im 2- Schichtsystem, zusammen.

Zur Wehenverarbeitung bieten wir eine Reihe von alternativen Möglichkeiten an- Homöopathie, Aromatherapie, Massagen, Akupunktur und natürlich eine liebevolle Zuwendung.

Eine große Gebärwanne lädt zum Verweilen und zur Geburt ein. Nicht wenige Kinder erblicken auf diesem Weg das Licht der Welt.

Ihr Partner oder eine Ihnen vertraute Person ist uns herzlich willkommen und kann (darf/ soll) Sie nach Leibeskräften unterstützen.

Sollte Ihnen dennoch die Puste ausgehen, die Müdigkeit Einzug halten, die Geburt ins Stocken geraten oder die Schmerzen für Sie unerträglich werden, gönnen wir Ihnen eine wohlverdiente Pause oder begleiten Sie auf Wunsch mit Schmerzmitteln, einschließlich PDA.

Die Geburt Ihres Kindes erleben Sie in der für Sie geeignetsten Gebärposition- Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wir unterstützen, motivieren, regen an mit eigenen Ideen und helfen bei der Umsetzung.

Es ist Ihre Geburt- und wir sind die Begleiter!

Kaiserschnitt

Manchmal ist ein Kaiserschnitt unumgänglich!- Zum Wohle von Mutter und Kind.

Auch wir bieten geplante Kaiserschnitte an. Hierbei wird oftmals schon vom niedergelassenen Arzt die Notwendigkeit  geäußert. In dem Geburtsplanungsgespräch werden dann nötige Voraussetzungen für einen reibungslosen OP- Tag geschaffen.

Am Tag der OP begleiten wir Hebammen Sie in den OP- Saal und schaffen die Voraussetzung für ein zeitnahes Bonding, den unmittelbaren und direkten Hautkontakt zwischen Ihnen und Ihrem Baby. Somit erleichtern wir Ihrem Baby den Übergang in seine neue Umgebung, geben ihm Zeit zum Anpassen und Ihnen und Ihrem Partner die Möglichkeit zum Anfassen, kuscheln, liebkosen.

Sollte bedingt durch den Geburtsverlauf ein Kaiserschnitt notwendig werden, bleiben, wohlvertraut, Hebamme und wenn gewünscht Ihr Partner an Ihrer Seite.

Nach der Geburt werden bei allgemeinem Wohlbefinden Mutter und Kind auf unsere Wochenstation verlegt. Es erwarten Sie kleine gemütliche Ein- und Zweibettzimmer, mit innenliegendem WC und Dusche.

Familienzimmer?- Die Schwestern auf Station ermöglichen Ihnen auch dieses.

Für nur einen Unkostenbeitrag von 30 € pro Tag können sie als junge Familie, unter der Fürsorge von Schwestern und Hebammen, in den Tagen des Klinikaufenthaltes zusammenwachsen.

Täglich kommen Gynäkologen, Hebammen und ein Kinderarzt zur  Visite auf die Wochenbettstation um sich vom Wohlbefinden Ihres Kindes und Ihnen zu überzeugen. Sie geben Anregungen, Hilfestellung rund um`s Stillen, kontrollieren die Gewichtszunahme bei Ihrem Neugeborenen, beobachten die Gelbfärbung der Haut und führen erste Test`s an Ihrem Kind durch:

  • Neugeborenenscreening  

  • Höhrtest,

  • Brückner- Test,

  • O2- Screening

Willkommensgeschenk

Dreimal wöchentlich wird die geburtshilfliche Station von einer Babyfotografin der Firma first moment besucht, die Ihr Baby und Sie oder Ihre ganze Familie auf Wunsch fotografiert.

Eine Fotokarte sowie eine kleine Überraschung erhalten Sie als Geschenk der Muldentalkliniken.

first moment
Susanne Kuntsch
Tel.: 0172 9682093

Termine:
Montag, Mittwoch und Freitag, 9.00–11.30 Uhr

Nach der Geburt

Mit der Geburt Ihres Babys beginnt eine wunderbare neue, spannende Zeit für Ihre Familie, in der wir Sie gern mit Rat und Tat unterstützen. Im Vordergrund steht eine möglichst natürliche und ganzheitliche Betreuung. Hierfür bieten wir das 24-Stunden-Rooming-in an in wohnlichen Ein- und Zweibettzimmern. Ihre Kompetenz und Selbstsicherheit bei der Versorgung Ihres Babys wollen wir fördern um sie als Familie zusammen zu bringen.

Je nach Befinden entscheiden Sie selbst, wann Sie nach Hause möchten. Ambulante Geburten sind in unserem Kreißsaal herzlich willkommen. In diesem Fall werden von uns schon zur Entlassung aus dem Kreißsaal alle notwendigen Papiere zusammengestellt.

Für die Heimfahrt mit Ihrem Baby halten Sie bitte Babysachen bereit. Siehe Themengebiet "Klinikgepäck".


Unsere Kinderschwestern auf der Wochenstation und wir Hebammen sind rund um die Uhr für Sie da.

Wir üben mit Ihnen in ruhiger, liebevoller Atmosphäre die ersten Handgriffe und den Umgang mit Ihrem Baby. Weil das Stillen einen hohen Stellenwert einnimmt, steht Ihnen als Rückzugsmöglichkeit auch unser Stillzimmer zur Verfügung. Gibt es Stillprobleme, lösen wir diese gemeinsam und zeigen Ihnen bei Bedarf das Ausstreichen/Entleeren der Brust von Hand, die Verwendung einer Milchpumpe. Die in der Klinik benötigten Babysachen und Pflegeprodukte für die Zeit des Aufenthaltes erhalten Sie von uns.


Täglich findet eine Visite durch den Kinderarzt des Krankenhauses Wurzen oder den niedergelassenen Kinderarzt Dr. Dirk Hausen aus Grimma statt.  Sie stehen Ihnen bei Fragen rund um die Versorgung und Gesundheit Ihres Kindes zur Verfügung. Während des Klinikaufenthaltes wird die Vorsorgeuntersuchungen  U2, das Herzfehlerscreening, das Neugeborenen- und Hörscreening durchgeführt sowie der Neugeborenen-Ikterus (Gelbsucht) Ihres Kindes überwacht und bei Bedarf therapiert. 

Wochenbettgymnastik:
Nach der Geburt ist das Muskelgleichgewicht zwischen Bauch und Beckenboden oft gestört. Durch die schwangerschaftsbedingte Überdehnung der Bauchmuskulatur und die geburtsbedingte Überanspruchung der Beckenbodenmuskulatur sind beide Muskelgruppen zunächst in ihrer Funktion geschwächt. Ganzheitliche physiotherapeutische Behandlungs- und Bewegungskonzepte unterstützen die Rückbildungsprozesse im Wochenbett. Aus diesem Grund bieten wir Ihnen an Wochentagen, 11.00 Uhr, die Wochenbettgymnastik in der Physiotherapie unseres Hauses an. Haben Sie spontan und komplikationslos geboren, empfehlen wir Ihnen während des Krankenhausaufenthaltes daran teilzunehmen. Sollten Sie ihr Baby per Kaiserschnitt zur Welt gebracht haben, werden Sie in den ersten Tagen ganz individuell in Einzeltherapie auf ihrem Zimmer betreut.
Im Spätwochenbett – etwa vier bis sechs Wochen nach der Geburt – sollten Sie sich einer Rückbildungsgruppe anschließen, um unter qualifizierter Anleitung weitere Übungen zu erlernen. Dies wird durch Hebammen oder Physiotherapeuten angeboten.

Babygalerie:
Auf Wunsch veröffentlichen wir die Geburt Ihres Babys gern in der Babygalerie unseres Klinikums. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Anzeige in der Leipziger Volkszeitung (LVZ) zu schalten sowie Ihr Baby von Muldental TV filmen zu lassen.

Wieder zu Hause

Hebammennachsorge:
Nach der Klinikzeit empfehlen wir Ihnen die Betreuung durch eine freiberuflich tätige Hebamme. Sie hilft beim Übergang des Klinikalltags in die häusliche Umgebung und vermittelt in den ersten Stunden und Tagen zu Hause Sicherheit und Struktur. In den ersten acht bis zwölf Wochen nach Geburt erhalten Sie diese Leistung, ganz nach Ihrem Bedarf, von Ihrer Gesetzlichen Krankenkasse (GKV).  Sie sollten Ihre Hebammenbetreuung im Wochenbett schon rechtzeitig im Vorfeld organisieren.

... und dann in einem Rückbildungskurs gemeinsam mit vielen anderen Müttern und deren Kindern verschiedene Übungen zur Stärkung der Becken-, Bauch- und Rückenmuskeln zu erlernen. Sie trainieren in aufgelockerter Atmosphäre ihren Beckenboden, verbessern Ihre Haltung und wirken somit Senkungsbeschwerden entgegen.  

Babyschwimmen und Babymassage:

Die Physiotherapie unseres Krankenhauses bietet speziell auf Neugeborene zugeschnittene Behandlungsmethoden wie Manuelle Therapie für Kinder (speziell für KiSS-Kinder – kopfgelenkinduzierte Symmetriestörung), Säuglingsgymnastik und Babymassagen an.

Bei Interesse können Sie einen Termin abstimmen unter Tel.: 03437-993 450.

 

 

 
Ultraschalldiagnostik und Pränataldiagnostik

In seiner Spezialultraschallsprechstunde bietet Chefarzt Dr. Ulrich Piskazeck ein breites Spektrum sonografischer Untersuchungen an. Mithilfe der pränatalen Diagnostik können Schwangere frühzeitig und kompetent beraten, Störungen der kindlichen Entwicklung ausgeschlossen oder zuverlässig erkannt werden. Der gynäkologische Ultraschall ermöglicht bei vielen Erkrankungen des weiblichen Genitales eine genauere nicht-invasive Diagnostik.

Die Termine der Sprechstunden:

Privatsprechstunde
Chefarzt Dr. med. Ulrich Piskazeck
nach Vereinbarung

Sprechstunde für Pränataldiagnostik
Sprechstunde für gynäkologische Sonografie
Montag bis Mittwoch 8.15–12.00 Uhr

Für alle Sprechstunden vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Termin unter 03437 993-259.

Wo finden Sie uns?
Die Ultraschalldiagnostik befindet sich in der 1. Etage vor dem Kreißsaal. Bitte seien Sie etwa fünf Minuten vor Ihrem Termin da und nehmen Sie vor dem Sprechzimmer Platz. Eine nochmalige Anmeldung ist nicht nötig. Wurde ein Termin für Sie vereinbart, erwarten wir Sie bereits. Wir bitten Sie – auch im Interesse der anderen Patienten – die Bestellzeiten einzuhalten. Bitte haben Sie Verständnis, dass ein vorzeitiges Erscheinen nicht zu einer vorgezogenen Behandlung führt.

Was sollten Sie beachten?
Vor der Untersuchung in der Schwangerschaft entfernen Sie bitte eventuelle Nabelpiercings. Tragen Sie bitte ab drei Tage vor der Untersuchung keine Pflegemittel wie Öl oder Creme auf den Bauch auf.

Was sollten Sie mitbringen?
Chipkarte, Überweisungsschein bei Kassenleistung, Handtuch, Mutterpass bei Untersuchungen in der Schwangerschaft, Zahlungsmittel bei Privatleistungen (EC-Karte oder Bargeld)

Spezielle gynäkologische Sonografie

Bei der speziellen gynäkologischen Sonografie kommen hochmoderne Ultraschallgeräte zum Einsatz. Durch ihre zusätzlichen Technologien ermöglichen sie eine genauere nicht-invasive Diagnostik bei vielen Erkrankungen des weiblichen Genitales. Sie verfügen zum Beispiel über eine deutlich höhere Bildauflösung oder über die Gefäßdarstellung durch Farbdopplersonografie. Ergebnis dieser sensibleren Ultraschalluntersuchungen ist eine exaktere Operationsplanung. Außerdem kann oft auf unnötige Eingriffe verzichtet werden. Besonders bewährt hat sich diese Technik beispielsweise bei Erkrankungen wie Uterus myomatosus (Vergrößerung der Uterus durch mehrere Uterusmyome), akuten und chronischen Unterbauchbeschwerden, Zysten und Tumoren an den Eierstöcken, Störungen in der Frühschwangerschaft und beim Ausschluss von Eileiterschwangerschaften. Im ambulanten Bereich erfolgt die Vorstellung durch Überweisung ihres behandelnden Frauenarztes.

Pränataldiagnostik

Die Pränataldiagnostik sucht gezielt nach Störungen in der Entwicklung des Ungeborenen – zum Beispiel nach Hinweisen auf mögliche Chromosomenabweichungen, Fehlbildungen und erblich bedingte Erkrankungen. Solche Untersuchungen werden zusätzlich zur regulären Schwangerenvorsorge angeboten. Im Übrigen wird in der vorgeburtlichen Diagnostik zwischen invasiven und nicht-invasiven Verfahren unterschieden. Nicht-invasiv sind Ultraschalluntersuchungen und Bluttests, die nicht in den Körper eingreifen. Als invasiv werden Verfahren bezeichnet, die mit einem Eingriff in den Körper der Mutter verbunden sind.

Pränataldiagnostische Untersuchungen können eine große Beruhigung sein – vor allem für werdende Eltern, die bereits ein Kind verloren oder mehrere Fehlgeburten erlebt haben oder in deren Familie eine genetische Erkrankung vorliegt. Bitte beachten Sie allerdings, dass jede Methode letztlich Grenzen hat: Ein hundertprozentiger Ausschluss von Fehlbildungen ist nicht möglich.

Einen Überblick unserer Leistungen während der Schwangerschaft haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Ersttrimesterscreening (11,6. Bis 13,6. Schwangerschaftswoche):
Beim Ersttrimesterscreening können unter anderem das Schwangerschaftsalter überprüft sowie Mehrlingsschwangerschaften und deren Besonderheiten festgestellt werden. Mithilfe der Messdaten lässt sich das Alter der Schwangerschaft auf wenige Tage genau eingrenzen. Liegt eine Zwillings- oder höhergradige Mehrlingsschwangerschaft vor, zeigt diese frühe Ultraschalluntersuchung, ob jedes der Ungeborenen einen eigenen Mutterkuchenbereich hat oder ob die etwas risikoreichere Form einer monochorialen Schwangerschaft besteht. In letzterem Fall sind die Mutterkuchenbereiche miteinander verbunden.

Bei der NT-Diagnostik (Nuchal Translucency, Nackentransparenz) wird die Dicke eines echofreien – also schwarzen – Raums im Nackenbereich gemessen. Zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche kann mithilfe dieses Werts sowie zusammen mit dem Alter der Schwangeren und eventuellen weiteren Daten wie Blutwerten oder weiteren Ultraschallparametern die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten der drei häufigsten Chromosomenstörungen Trisomie 21 (Down-Syndrom), Trisomie 18 (Edwards-Syndrom) und Trisomie 13 (Pätau-Syndrom) errechnet werden.

Zusätzlich kann die Risikoberechnung für das Auftreten der drei genannten Chromosomenstörungen durch eine Blutuntersuchung ergänzt werden. Dabei erfolgt die Bestimmung von PAPP-A (Pregnancy associated Plasma Protein A) und free ß-HCG (Humanes Chorion Gonadotropin). Diese Blutuntersuchung wird von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht bezahlt und entspricht einer individuellen Gesundheitsleistung (IGeL). Deshalb müssten Sie dafür mitbringen:

  • Chipkarte
  • Mutterpass
  • Möglichkeiten der Bezahlung in bar oder per EC-Karte
  • Gesamtpreis: etwa 170,00 Euro (131,00 Euro sind vor Ort im Krankenhaus zu bezahlen, für die Laborkosten wird eine Zahlungsanweisung durch das Labor ausgestellt)

Da es sich nicht um eine Kassenleistung handelt, ist kein Überweisungsschein nötig.

Fruchtwasserentnahme (Amniozentese, ab der 16. Schwangerschaftswoche):
Dabei handelt es sich um die Entnahme von Fruchtwasser mit einer dünnen, sterilen Nadel über die mütterliche Bauchdecke. Dies dient der Untersuchung der im Fruchtwasser befindlichen kindlichen Zellen, meist zum Ausschluss von Chromosomenstörungen und bei speziellen Risikokonstellationen. Die Auswertung dauert aufgrund der Anzüchtung der Zellen rund zwei Wochen und wird von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bezahlt. Für die fünf Chromosomen, die am häufigsten von einer Abweichung betroffen sind (Chromosom 21,18 und 13 sowie X und Y), existiert mit dem FISH-Test ein Schnelltest, bei welchem das Ergebnis nach drei Tagen vorliegt. Dieser wird von der GKV jedoch nicht erstattet und muss von der Schwangeren gezahlt werden. Der abschließende Befund mit Untersuchung aller Chromosomen erfolgt aber auch beim FISH-Test erst nach etwa 14 Tagen. Über das Ergebnis informieren wir Sie schriftlich.
Für die Fruchtwasserentnahme als Kassenleistung sind mitzubringen:
•    Chipkarte
•    Mutterpass
•    Überweisungsschein
Außerdem wird eine stationäre Überwachung empfohlen. Dies wird am Tage des Eingriffs mit dem Arzt entschieden.

Feindiagnostikultraschall (zirka 20./21. Schwangerschaftswoche):
Ziel dieser Untersuchung ist es, weitestgehende Informationen über die Schwangerschaft und den Zustand des ungeborenen Kindes zu erhalten. Es werden sämtliche einsehbaren Organe wie Gehirn, Herz, Nieren und ebenso Wirbelsäule, Extremitäten etc. hinsichtlich ihrer korrekten Ausbildung und zeitgerechten Entwicklung untersucht. So können Gefährdungen des ungeborenen Kindes häufig frühzeitig erkannt werden. Dies hilft bei der Planung einer Behandlung nach der Geburt (zum Beispiel bei bestimmten Herzfehlern), bei Entscheidungen zu Geburtsart (Spontangeburt oder Kaiserschnitt), zum Geburtsort (Kinderklinik ja/nein) sowie zum Geburtszeitpunkt.
Daneben besteht bei uns die Möglichkeit, mit der farbcodierten Dopplersonografie Untersuchungen der mütterlichen und kindlichen (fetalen) Blutgefäße sowie insbesondere des fetalen Herzens durchzuführen.
Patientinnen ab dem 33. Lebensjahr können auch früher als ab der 20./21. Schwangerschaftswoche zur Feindiagnostik bestellt werden. Bei Zwillingsschwangerschaften wird die Untersuchung in der 19. Schwangerschaftswoche durchgeführt.
Beim Feindiagnostikultraschall handelt es sich um eine Kassenleistung. Mitzubringen sind:

  • Chipkarte
  • Mutterpass
  • Überweisungsschein

Dopplerultraschall (Durchblutungsmessung der Gefäße, etwa ab 26. Schwangerschaftswoche):
Die Dopplersonografie misst die Widerstände und die Blutströmungsgeschwindigkeiten in mütterlichen beziehungsweise kindlichen (fetalen) Gefäßen. Dies gibt indirekt Hinweise, ob das Kind in der Gebärmutter ausreichend versorgt wird. Die Blutflussmessung durch die Dopplersonografie unterscheidet sich für die Schwangere und das Ungeborene nicht von einer herkömmlichen Ultraschalluntersuchung. Beim Dopplerultraschall handelt es sich um eine Kassenleistung. Mitzubringen sind:

  • Chipkarte
  • Mutterpass
  • Überweisungsschein

Risikoschwangerschaftssprechstunde und Geburtsplanung:
Mithilfe einer späten Feindiagnostik und mittels Verlaufsuntersuchungen um die 30. Schwangerschaftswoche kann das kindliche Wachstum kontrolliert werden. Die Fruchtwassermenge wird bestimmt und die Versorgung des Fötus durch die Plazenta – Mutterkuchen – beurteilt. Somit können kindliche Gefahrenzustände meist rechtzeitig erkannt werden. Bei Verdacht auf ein Missverhältnis zwischen mütterlichem Becken und kindlichem Kopf lässt sich der Geburtsmodus – Kaiserschnitt oder Spontangeburt – frühzeitig planen. Gelegentlich ist die stationäre Überwachung der Schwangeren nötig und die Patientinnen werden ausführlich beraten. Mitzubringen sind:

  • Chipkarte
  • Mutterpass
  • Überweisungsschein

3D/4D-Ultraschall (Babyfernsehen, 26. bis 30. Schwangerschaftswoche):
Der 3D-Ultraschall ermöglicht eine räumliche Darstellung des ungeborenen Kindes beziehungsweise einzelner Organe und Körperpartien. Im Gegensatz zum konventionellen 2D-Ultraschall erlaubt diese Technik völlig neue Einblicke in die Schwangerschaft. Der Ablauf bei dieser besonderen Methode unterscheidet sich für die Schwangere nicht von anderen Ultraschalluntersuchungen. Es handelt sich dabei aber nicht um eine Kassenleistung und die Kosten werden von der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen. Deshalb ist kein Überweisungsschein nötig. Mitzubringen sind:

  • Chipkarte
  • Mutterpass
  • Voraussetzung ist eine Feindiagnostikuntersuchung (auch außerhalb des Krankenhauses Grimma)
  • Kosten: 50,00 Euro
Wir suchen Sie