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Anästhesie und Intensivtherapie


Chefarzt Dr. med. Markus Wehner
Facharzt für Anästhesie und Intensivtherapie
Sekretariat:
Angelika Quaas
Tel.:  0 34 25 / 93 - 22 80
Fax.:  0 34 25 / 93 - 23 72





Arztbild
Anfrage an den Arzt
Intensivstation
Sationsleitung: Pfleger Matthias Löwe
0 34 25 / 93 - 23 13
Oberärzte
Annette Staudte Stellvertreterin des Chefarztes, Bereichsleiterin Schmerztherapie und Geburtshilfliche Anästhesie,
Fachärztin für Anästhesie und Intensivtherapie
Dr. med. Kerstin Wallenborn Leitende Ärztin der Notaufnahme, Bereichsleiterin innerklinischer Notfalldienst
Dr. med. Hans Petzold Bereichsleiter Intensivtherapie,
Facharzt für Anästhesiologie
Dr. med. Gerald Ludäscher Bereichsleiter Anästhesie
Ärzte
Frau Verena Bürger Ärztin in Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie
Frau Bianca Ponikau Ärztin in Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie
Sprechzeiten
Chefarzt Dr. med. Wehner Nach telefonischer Anmeldung: 034 25 / 93 - 22 80
Anästhesiesprechstunde Montag-Donnerstag 13.00-14.30 Uhr
Ort: Ambulantes Zentrum im 2. Obergeschoss

Leistungsspektrum Anästhesie

Zu betreuende Bereiche:

Jährlich werden ca. 3500 Anästhesien durchgeführt in den Bereichen:
  • Allgemein- und Visceralchirurgie
  • Traumatologie
  • Orthopädie
  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Kinderchirurgie
  • Handchirurgie
  • Plastische Chirurgie
Jeder Patient wird während der gesamten Operation von einem Anästhesieteam, bestehend aus dem Narkosearzt und einer Fachschwester/Fachpfleger für Anästhesie betreut. Von diesem Team wird der Patient während der gesamten Operation zur Aufrechterhaltung der Narkose und aller Lebensfunktionen überwacht und behandelt. Dazu stehen uns modernste Narkosegeräte, Narkosemittel und Überwachungstechnik für alle wichtigen Lebensfunktionen in 3 modernen neuerbauten OP-Sälen zur Verfügung. Bei lang dauernden Operationen kann die Schlaftiefe mittels eines EEG (BIS-Monitor) überwacht werden. Ergänzende, spezielle Schmerzkatheterverfahren werden angeboten und angewendet.
Anästhesieverfahren:

Die Betreuung der Patienten erfolgt bereits vor der Operation mit der Prämedikationsvisite. Alle modernen allgemeinen und regionalen Betäubungsverfahren werden angeboten. Für jeden zu operierenden Patienten wird die schonendste und für ihn geeignetste Methode (Allgemeinanästhesien, Methoden der Regionalanästhesie) der Schmerzausschaltung und Betäubung gewählt. Diese wird in den ausführlichen Prämedikationsvisiten mit den Patienten und den behandelnden Ärzten der Fachabteilungen festgelegt.
  • Allgemeinanästhesien (balancierte Anästhesie/ TIVA/ Larynxmaske)
  • Regionalanästhesieverfahren (Spinal- und Periduralanästhesie, Plexusanästhesie, periphere Nervenblockaden)

Perioperative Leistungen

Nach der Operation erfolgt eine Verlegung für ca. 2 Stunden in den sogenannten Aufwachraum, der ebenfalls mit kompletter Überwachungstechnik für jeden Patienten ausgestattet ist. Unser Aufwachraum verfügt über 6 Behandlungsplätze. Hier werden unsere Patienten von geschultem Fachpersonal betreut bis sie vollständig aus der Narkose erwachen und alle Lebensfunktionen stabil sind. Hier wird auch die meist bereits im OP-Saal begonnene Schmerztherapie weitergeführt oder auch begonnen. Nach großen Operationen oder bei Patienten mit schwerwiegenden Begleiterkrankungen kann es allerdings erforderlich sein, dass unmittelbar nach Operationsende eine Verlegung auf unsere Intensivstation erfolgt.
  • Qualifizierte ärztliche und pflegerische Versorgung durch Fachpersonal
  • Postoperative Schmerztherapie
  • Überwachung im Aufwachraum
  • Prämedikationssprechstunde

Leistungsspektrum Intensivmedizin

Die Interdisziplinäre Intensivstation unseres Krankenhauses mit 7 Betten wird durch die Anästhesisten betreut. Bei akut lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Unfällen erfolgt eine Behandlung auf der Intensivstation. Auch im Zusammenhang mit großen ausgedehnten Operationen ist eine postoperative Intensivbehandlung erforderlich. Unabhängig von der Art der Operation machen aber auch einige andere Faktoren unter Umständen eine intensivmedizinische Überwachung und Behandlung notwenig, wie zum Beispiel ein hohes Lebensalter, gravierende Vorerkrankungen am zentralen Nervensystem, an Herz, Lunge, Leber oder Nieren. Auch akut während einer Operation auftretende Ereignisse, wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, schwere Kreislaufprobleme oder Störungen der Lungenfunktion können eine intensivmedizinische Überwachung oder Behandlung erforderlich machen. Für gute Therapieerfolge stehen rund um die Uhr dafür Ärzte und qualifizierte Schwestern auf der Station bereit, um die Patienten zu versorgen. Sie können dabei auf modernste Technik zur Überwachung der Vitalfunktionen vertrauen. Fachübergreifende Probleme und Fragestellungen werden gemeinsam erörtert und gelöst. So wird das Fachwissen aller vertretenen Disziplinen genutzt. Dadurch erhalten die Patienten der verschiedenen Fachdisziplinen eine hochqualifizierte Behandlung. Mitentscheidend für den Heilungserfolg des Patienten ist und bleibt jedoch auch die notwendige menschliche Zuwendung von Pflegepersonal, Ärzten und nicht zuletzt den Angehörigen. Besonders im hektischen Alltag auf einer ITS mit der Vielzahl an diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen darf die zuweilen befürchtete „Apparatemedizin“ nicht im Vordergrund stehen. So bieten wir z.B. unseren Angehörigen eine tägliche Besuchszeit an auch mit der Möglichkeit des Gespräches mit dem diensthabenden Arzt oder Oberarzt.

Ausstattung:
  • 7 Betten in 2- und 1-Bettzimmern
  • gesamte Station voll klimatisiert
Medizintechnik:
  • 4 Beatmungsplätze
  • 1 Dialyseplatz (CVVHD, CVVHF)
Sonstige Leistungen:
  • Differenzierte Beatmung
  • Invasives hämodynamisches Monitoring (PICCO)
  • Schmerztherapie
  • Frühmobilisation
  • Differenzierte enterale und parenterale Ernährung
  • Hämofiltration (CVVH) regionale Antikoagulation mit Zitrat
  • Bronchoskopie
  • Dilatative Tracheotomie
  • Qualifizierte Pflege
  • Intensive Begleitung von Angehörigen

Leistungsspektrum Notfallmedizin

Medizinisches Notfallmanagement

Die fachliche und organisatorische ärztliche Leitung der Notaufnahme am Krankenhaus Wurzen obliegt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin.

Seit 2006 wurde das System der Frühdefibrillation mittels AED (automatisierter externus Defibrillator) eingeführt. Dazu steht auf jeder Etage des Krankenhauses ein entsprechendes Gerät zur Verfügung.

Alle Stationen und Funktionsbereiche verfügen über einheitlich ausgestattete Notfallkoffer für den Basic Life Support.

Reanimationsschulungen sind vor allem für das Pflege- und Funktionspersonal verbindlich geregelt. Die jährlich stattfindenden hausinternen Reanimationsschulungen und - übungen (an der Puppe und dem Defibrillator) sind verpflichtend. Das Notfalltraining des pflegerischen Personals aller Abteilungen unseres Hauses wird von einer Mitarbeiterin unserer Abteilung geleitet.


Leistungsspektrum Schmerztherapie

Ein weiterer und sehr wichtiger Teil unseres Aufgabenbereichs ist die Schmerztherapie. Im Rahmen der operativen Versorgung ist die Abteilung für Anästhesiologie und Intensivtherapie für die unmittelbar postoperative Schmerztherapie im Aufwachraum und auf der Intensivstation verantwortlich.

Zum Einsatz kommen hochpotente Schmerzmittel aus verschiedenen Medikamentengruppen (Opioide, Novamin, Paracetamol, COX-2-Hemmer), die vorwiegend intravenös, z.T. auch als Pumpe (Patientengesteuerte Schmerzpumpe) verabreicht werden. Abhängig vom Krankheitsbild bzw. vom operativen Eingriff setzen wir auch großzügig regionalanästhesiologischen Verfahren (Periduralkatheter, Femoraliskatheter, Skalenuskatheter, Armplexuskatheter) ein. Diese "Schmerzkatheter" werden auch im Rahmen eines Schmerzdienstes auf den Normalstationen weiter versorgt, bis die Umstellung auf orale niedrigpotente Schmerzmedikamente möglich ist. Ziel ist eine kontinuierliche Schmerztherapie vom Operationsende bis zur Krankenhausentlassung. Zu den Aufgaben der unmittelbar postoperative schmerztherapeutische Betreuung der Patienten gehören:
  • die Kontrolle der eingesetzten schmerztherapeutischen Katheterverfahren, intravenösen und teilweise der medikamentösen Therapieverfahren hinsichtlich Wirkung, Nebenwirkung, Verbandwechsel und Beurteilung von Punktionsstellen, notwendiger Dosisanpassung, sowie deren Wiederbefüllung
  • telefonische Erreichbarkeit durch die Stationen bei akuten Problemen, um entsprechende Interventionen einleiten zu können
  • die 2 x tägliche Visitierung und Dokumentation kontinuierlicher Verfahren
  • erkennen von schmerztherapeutischen "Problempatienten" (Phantomschmerz, CRPS, neuropathischer Schmerz), um durch frühzeitige Intervention einer Chronifizierung vorzubeugen.
Bei komplexen Schmerzproblemen (neuropathische Schmerzen, Tumorschmerzen) werden wir konsiliarisch für die anderen Kliniken unseres Hauses tätig.

Zur Dämpfung des Geburtsschmerzes wenden wir auf Wunsch der Mutter oder bei erschwertem Geburtsverlauf eine Form der rückenmarknahen Schmerztherapie (Periduralanästhesie) an, die eine ausgeprägte Schmerzreduktion bei erhaltener Empfindung der Wehen ohne Lähmung der Muskulatur bewirkt. Bei Kaiserschnitten möchten wir der werdenden Mutter und dem Vater das Geburtserlebnis ermöglichen und bevorzugen, wenn immer möglich, die Peridural- oder Spinalanästhesie.