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Geschichte
Krankenhaus Grimma


Die Geschichte des Krankenhauses reicht bis in das Jahr 1848 zurück. Am 28.11.1848 wurde die "Krankenanstalt" am Nicolaikirchhof eröffnet. Diese bot Platz für 14 Kranke und war damit das erste öffentliche Krankenhaus von Grimma. Schon 1899 war die Kapazität des Krankenhauses ausgereizt, hinzu kamen die katastrophalen baulichen und sanitären Zustände. Aus Geldmangel kam ein Neubau aber nicht zustande. Durch die Truppenreduzierung nach Beendigung des ersten Weltkrieges, ergab sich 1919 die Möglichkeit der Mitnutzung des Husarenlazaretts. Der Kauf folgte im Sommer 1921, der komplette Umzug erfolgte im August 1921. Nach dem Beginn des zweiten Weltkrieges beanspruchte die Wehrmacht das Lazarett. Es kam im Herbst 1934 zur Räumung des Garnisonslazaretts und zum Umzug in einen Teil des "Bezirksheims" (Gebäudekomplex früherer "Altbau" , heute Parkplatz ). Die Krankenabteilung war zunächst für 30 Patienten ausgelegt . Räumlichkeiten und Material, das den Ärzten zur Verfügung stand, waren aber noch nicht ausreichend. Im Juli 1942 wurden noch 30 Plätze geschaffen, indem man das Altersheim nach Oschatz verlegte.

Nach Kriegsende mangelte es an allem, trotzdem fanden 80 Patienten Betreuung und Pflege. Der im Jahr 1946 beschlossene Ausbau des Krankenhauses wurde zügig umgesetzt. 1967 gab es dann zwei Innere Stationen, eine Infektions- und eine Endbindungsstation, drei chirurgische Stationen, zwei Operationssäle, einen Röntgenraum, ein Labor und eine Apotheke. Außerdem gehörten eine Tischlerei, Malerei, Gärtnerei sowie Näherei und Wäscherei dazu. Nach der Gründung der DDR wurde das Krankenhaus zum Zentralen Kreiskrankenhaus mit Außenstellen in Colditz und Naunhof. Endlich bekam es nun eine Notstromanlage, eine, für damalige Verhältnisse, moderne Heizungsanlage und einen Personenaufzug. 1953 zog die Hauptstelle der Kreispoliklinik in das Erdgeschoss des Nordflügels. Im Jahre 1955 wurde das Schwesternhaus erbaut, 1958 entstand eine Blutspendezentrale, 1964 wurde in der benachbarten ehemaligen Reithalle eine Abteilung für Rehabilitation eingerichtet. Von 1965 bis 1979 wurden die Stationen und Abteilungen erweitert. 1981 kam eine urologische Station und 1985 ein neuer OP-Trakt hinzu. Anfang der 90er Jahre wurden auf Grund der "Zentralisierung" die Abteilungen in Naunhof aufgehoben und die Krankenhauskapazität von Colditz übernommen.
Der erste Bauabschnitt des Neubaus wurde 1996 unter Weiternutzung des Altbaus in Betrieb genommen. In dem genutzten Teil des Neubaus standen 140 Betten zur Verfügung. Am 01.04.1997 wurden durch den Beschluss des Kreistages die Krankenhäuser Wurzen und Grimma zum kummunalen Eigenbetrieb "Kliniken des Muldentalkreises" zusammengeschlossen. Im Jahr 2001 begann der Bau des zweiten Bauabschnitts des Neubaus, der dann den Altbau komplett ersetzen sollte.

Am 09.01.2004 erfolgte die Fertigstellung und Inbetriebnahme des zweiten Bauabschnittes. Den Patienten stehen jetzt 202 Betten in modern und zweckmäßig eingerichteten Zimmern zur Verfügung. Auch das Personal hat in den neuen Räumlichkeiten mit moderner Medizintechnik bessere Arbeitsbedingungen. Der Krankenhaus-Altbau mit allen Nebengebäuden wurde abgerissen. Auf dieser Fläche ist ein neuer Hubschrauberlandeplatz entstanden . Die Arbeiten im Außenanlagenbereich wurden inzwischen realisiert, wie z.B. ein Park für Patienten und Besucher und ein Parkplatz für die Mitarbeiter des Krankenhauses.



Ärztliche Leiter des Grimmaer Krankenhauses
Dr. med. Moritz Neumann
1848-1876
Dr. med. Hans Neumann
1876-1902
Dr. med. Erich Müller
1902-1906
Dr. med. Sigfrid Müller
1906-1938
Dr. med. Hansjörg Neumann
1938-1939
Dr. med. Helmuth Wagner
1939-1949
Dr. med. Siegfried Escher
1949-1950
Dr. med. Werner Katenkamp
1951-1954
Dr. med. Joachim Thies
1955-1967
Prof. Dr. med. habil. Georg Zeumer
1967-1983
Dr. med. Heinrich Vogel
1983-1990
Dr. med. habil. Klaus Schauer
1990-2004
Dr. med. Uwe Krause
2004-heute


Chronik:
28.11.1848 Eröffnung der Krankenanstalt am Nicolaikirchhof
1. öffentliches Krankenhaus in Grimma
1821 Umzug ins Husarenlazarett
1934 Lazarett der deutschen Wehrmacht
1946 Beschluss und zügiger Ausbau des Krankenhauses
1949 Nach der Gründung der DDR wurde das Krankenhaus zum Zentralen Kreiskrankenhaus mit Außenstellen in Colditz und Naunhof
1953 Einzug der Hauptstelle der Kreispoliklinik in das Erdgeschoss des Nordflügels.
1954 Bau des Schwesternhauses
1958 Entstehung einer Blutspendezentrale
1964 Einrichtung einer Rehabilitationsabteilung in einer benachbarten Reithalle
1967 zwei Innere Stationen, eine Infektions- und eine Entbindungsstation, drei chirurgische Stationen, zwei Operationssäle, ein Röntgenraum, ein Labor und eine Apotheke
1981 - 1985 Bau einer urologischen Station und eines OP-Traktes
1990 Aufgabe der Krankenhauskapazitäten in Naunhof und Übernahme der Kapazität Colditz
1996 Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitt des Neubaues unter Weiternutzung des Altbaus
1997 Zusammenschluss der Krankenhäuser Wurzen und Grimma zum kommunalen Eigenbetrieb "Kliniken des Muldentalkreises"
2001 Beginn des zweiten Bauabschnitts des Neubaus
2004

Umwandlung des kommunalen Eigenbetriebes in eine gemeinnützige GmbH,
Fertigstellung und Inbetriebnahme des zweiten Bauabschnittes
den Patienten stehen jetzt 232 Betten in modern und zweckmäßig eingerichteten Zimmern zur Verfügung